Donnerstag, 25. September 2014

(un)typischer Ostwestfale

Die Tage werden wieder kürzer. Herbstanfang. Zeit für Depressionen und schlechte Laune. In Ostwestfalen also alles wie immer. Ich liebe es mit diesem Klischee zu kokettieren. Nirgendwo anders kann man so ungeniert und freizügig scheiße drauf sein, wie hier. Mit grimmiger Mine durch die Gegend laufen und niemals befürchten müssen, dass es einem nachgetragen wird. Dieser Gedanke zaubert mir jeden Tag aufs Neue ein Lächeln ins Gesicht.

Dienstag, 23. September 2014

Testament

Gestern war ich seit langem mal wieder auf einer Beerdigung. Die dort gehaltenen Reden empfand ich als unpassend, langatmig und wenig hilfreich für die Hinterbliebenen. Ich möchte zu meinem Ableben auf gar keinen Fall so ein Zeremoniell veranstalten lassen. Deshalb werde ich mich demnächst mal etwas genauer mit dem Thema "Tod - und was daraus folgt" auseinandersetzen und ein Testament verfassen. Sinngemäß wird in etwa folgendes drinstehen:

  1. zeitnah einäschern
  2. in einem Friedwald verstreuen (oder was man halt so mit den Resten macht)
  3. am Baum ein Schild mit dem Spruch "Ich stell' schon mal das Bier kalt!" anbringen
  4. ein Event bei Google+ einstellen und verbliebene Freunde und Verwandte einladen
  5. Party mit reichlich Bier und Wodka veranstalten und alle den Partymodus aktivieren
Damit wären wir dann auch schon durch. Keine Rede. Kein Geseier. Keine Beerdigung. Keine Trauerfeier. Kein Grab. Nur das was sein muss und ein bisschen Spaß für alle die sich verabschieden wollen.

Sollte es das Gesetz allerdings in Zukunft zulassen, werft mich bitte in eine Biogasanlage. Es wäre schließlich schade um die Energie. Und wer dann doch noch eine symbolische Trauerstätte benötigt, der lässt einfach irgendwo einen Baum pflanzen. Aber vergesst das Schild nicht!