Freitag, 30. Oktober 2015

Kaffeeseminar


Ich war mit meinem Bruder auf einem Kaffeeseminar. Sehr interessant. Neben der Geschichte des Kaffees, seiner Herkunft, Herstellung oder Zubereitung, ging es natürlich auch um seinen Geschmack. Aber nicht wie bei einer klassischen Verkostung. Also nicht Holz, Erde oder Früchte herausschmecken, sondern den Unterschied zwischen verschiedenen Zubereitungsarten entdecken.



Wir haben eine ausgewählte Kaffeesorte auf 8 verschiedene Weisen aufgebrüht. Karlsbader Kanne, Filteraufguss, billige Kaffeemaschine, teure Kaffeemaschine, Syphon, Aeropress, Vollautomat und eine Art die mir gerade nicht einfällt. Zu guter Letzt kam zur Abschreckung noch ein Senseo hinten dran.


So probierten wir uns also durch. Dabei gab es den ein oder anderen Aha-Effekt. Beispielsweise schmeckte der Kaffee aus der billigen Kaffeemaschine zunächst einmal nur anders, als der aus der teuren. Aber im Laufe des Abkühlens wurde der Unterschied immer deutlicher. Deutlicher zugunsten der teuren Maschine. Selbst im fast kalten Zustand wurde der Kaffee kaum bitter. Ganz anders der aus der billigen Maschine. Schon nach kurzer Abkühlung war dieser nur noch schwer trinkbar.

Enttäuschend war der Vollautomat. Das Ergebnis war wässrig, wenig aromatisch und schon nach kurzer Zeit bitter. Das Geld für so einen teuren Automaten kann man sich echt sparen. Mein persönliches Geschmackserlebnis war der Kaffee aus dem Syphon. Ein unglaublich volles Aroma, kaum Bitterstoffe und selbst im kalten Zustand noch sehr gut trinkbar.

Über den Senseo reden wir hier mal nicht.

Für die Firma habe ich mir jetzt eine Karlsbader Kanne geholt, bzw. eine Bayreuther Kanne (anderes Design). Durch sein Keramiksieb ist es die direkteste Art Kaffee zuzubereiten. Kein Filter der Aromen aufnimmt, sondern ein Filter der sie direkt in die Tasse laufen lässt. Es ist zwar nicht die schnellste Art Kaffee zu kochen, dafür aber eine sehr entspannte Art.